Diesmal trafen wir uns auf dem Campus St. Michael, genauer gesagt im neu eröffneten impact hub in der Vonfichtstraße auf der Wartberghöhe. Schon in den richtigen Gebäudetrakt zu gelangen verlangte Spürsinn, zumal es um 18 Uhr um diese Jahreszeit schon sehr dunkel und die Ausschilderung des großen Areals noch in den Anfängen liegt.
Endlich im Innern des deutschlandweit einzigartigen Lehmhauses angekommen, wurden wir herzlich von Maria Berndlmaier empfangen und zu einer Besichtigung des Wärme und wohlige Atmosphäre verströmenden Gebäudes eingeladen.
Doch wir waren ja gekommen, um Frau Berndlmaier und ihre Arbeit näher kennenzulernen.
So schilderte sie uns in Kürze ihren Weg von der langjährigen, erfahrenen Bankkauffrau zur Selbstständigkeit. Den Mut dazu fasste sie dann eher sehr spontan, doch recht spät, und schon an dieser Stelle ermunterte sie: „Es ist nie zu spät, seiner inneren Stimme zu folgen!“
Nachdem sie feststellte, dass viele Frauen an einem bestimmten Punkt ihres Lebens eine Neuorientierung suchen, bot sie diesen Frauen an, sie auf ihrem Weg in die Selbständigkeit zu begleiten und mit ihrer Expertise zu unterstützen. „FrauenFAIRbandelt“ Unternehmensberatung für soloselbstständige Frauen (vorwiegend im ländlichen Raum) entstand.
„Frauen müssen es sich trauen, sich sichtbar zu machen“. Und zwar in vielerlei Hinsicht. Sichtbar zu werden sei immens wichtig, sowohl mit der Art zu sprechen, mit der Körperhaltung, der Ausstrahlung als Person insgesamt als auch beim Auftritt in den Netzwerken. Sich auch über social media sichtbar zu präsentieren ebne den Weg zum Erfolg ungemein.
Dabei sei es ganz wesentlich, authentisch „rüberzukommen“ weshalb gleich zu Beginn ein wichtiger Punkt nicht übersehen werden sollte, nämlich sich klar zu machen, welches Ziel man verfolge, wofür man „brenne“.
Gleich dazu gab es eine Übung für uns: Was hat euch ganz persönlich dazu bewegt, in der Frauenunion mitzumachen? Was wollt ihr erreichen?
Es war für uns interessant, die Motivation für ein politisches Engagement von jedem einzelnen zu hören und für einen selbst gar nicht so leicht die verschiedenen Gründe auf einen Nenner zu bringen. Das gab überraschend viel Gesprächsstoff und die Zeit verflog.
Abschließend gab uns Frau Berndlmaier eine Hausaufgabe. Diese hatte mit den Begriffen „Thermometer“ und „Thermostat“ zu tun.
Wir sollten in den nächsten Tagen unseren Blick schärfen im Umgang mit Kollegen, Bekannten und Freunden. Wer von ihnen wäre dem jeweiligen Begriff eher zuzuordnen? Ist er eher ein sich an sein jeweiliges Umfeld angepasstes Thermometer und somit einer, der seine Fahne nach dem Wind wehen lässt, oder eher einer, der seine eigene Meinung begründet vertritt, einer, der „klar“ ist.
Dieser Abend hatte Denkimpulse ausgelöst. Einige Frauen aus unserer Mitte hatten sich zuvor schon einer Coaching-Gruppe von Frau Berndlmaier angeschlossen, um ausgerüstet mit guten Tipps die anstehende heiße Wahlphase angehen zu können.
Wer mehr von FrauenFAIRbandelt erfahren möchte sollte sich auf youtube den 2. Frauenkongress in Trostberg ansehen. Lohnt sich allemal!
Kontakt: www.frauenfairbandelt.net
Wir bedanken uns herzlich bei Maria Berndlmaier für ihre Zeit, ihr Engagement und die wertvollen Tipps, die sie uns mit auf den Weg gegeben hat.
von Kerstin Wolfertstetter
